Darmkrebs-Früherkennung

Darmkrebs ist mit über 70.000 Neuerkrankungen und ca. 30.000 Todesfällen pro Jahr einer der häufigsten bösartigen Tumoren. Ab dem 50. Lebensjahr steigt das Erkrankungsrisiko deutlich an.

Darmkrebs entwickelt sich sehr langsam und unbemerkt über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren. Er entsteht im allgemeinen aus gutartigen Wucherungen (Polypen) der Darmschleimhaut. Diese Polypen können vor ihrer möglichen Entartung über viele Jahre unkompliziert und folgenlos entfernt werden. Folglich bestehen sehr gute Heilungschancen, wenn die Erkrankung frühzeitig erkannt wird.

Die gesetzlich angebotenen Untersuchungen zur Früherkennung dienen dazu, Leben zu retten. Sie sollten unbedingt wahrgenommen werden.

Das Austasten des Enddarms und der Test auf Blut im Stuhl ist eine Vorsorgeleistung, die gesetzlich Versicherte ab dem 50. Lebensjahr alle zwei Jahre in Anspruch nehmen können.
Besonders wichtig ist die Darmspiegelung (Koloskopie), da sie zur Zeit die zuverlässigste Methode zur Verhinderung von Darmkrebs ist. Die Darmspiegelung steht jedem gesetzlich Versicherten ab dem 56. Lebensjahr seit dem Jahre 2002 kostenlos zu.
Für Menschen, die erblich bedingt oder aufgrund von Erkrankungsfällen in der Familie ein erhöhtes Darmkrebsrisiko haben, kann eine Darmspiegelung auch bereits vor dem 56. Lebensjahr angeboten werden

Bei unauffälliger Darmspiegelung sollte eine Wiederholung nach 10 Jahren erfolgen. Nach Polypabtragung ist eine Kontrolle in der Regel nach ca. 3-5 Jahren empfohlen.